Samstag, 27. Februar 2021, 09:55 Uhr

Gespräch des Pfarrgemeinderates mit Weihbischof Puff und Domkapitular Bosbach

Zu einem digitalen Gespräch hatte Weihbischof Ansgar Puff die Mitglieder des Meckenheimer Pfarrgemeinderates (PGR) geladen. Anlass der Unterredung am 23. Februar war das Schreiben des Pfarrgemeinderates an den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki vom 18. Dezember 2020, in dem der PGR seine Bedenken zu den Vorschlägen des „Pastoralen Zukunftsweg“ vortrug. Der Brief war nachrichtlich auch an den Weihbischof gegangen. Mit Schreiben vom 3. Februar hatte Florian Wallot als Vertreter des Generalvikariats darauf eine Antwort geschickt und diese mit einer Einladung des Weihbischofs zu einem Gespräch verbunden. An dem Gespräch am 23. Februar nahm auch der stellvertretende Generalvikar Markus Bosbach teil; der Domkapitular soll ab 1. April für die Strukturfragen im Zusammenhang mit dem Pastoralen Zukunftsweg verantwortlich sein.

Die beiden Geistlichen nahmen sich eineinhalb Stunden Zeit, um die Argumente des PGR anzuhören und mit den Mitgliedern zu diskutieren. Zunächst ging es um die Befürchtung des PGR, dass mit der Schaffung von Großpfarreien die Gemeinden vor Ort aufgegeben oder zumindest in ihrer Existenz in Frage gestellt würden. Weihbischof Puff bekundete, diese Bedenken sehr ernst zu nehmen. Er erläuterte, dass er gegenwärtig mit einer Arbeitsgruppe an einem Alternativmodell zum bislang vorgelegten „Pastoralen Zukunftsweg“ arbeite, das er als „Dynamischen Sendungsraum“ bezeichnete. Darin sollten die Gemeinden in ihrer Eigenständigkeit bestehen bleiben, wenn sie denn existenzfähig sind.

Ein wichtiger Diskussionspunkt war auch die Frage nach ehrenamtlich für die Kirche Tätigen. Die Besorgnis der PGR-Mitglieder wurde aufgegriffen, wie es gelingen könnte, trotz des gegenwärtig außerordentlich negativen Kirchenbildes künftig noch Engagierte zu finden. Bosbach stellte in Aussicht, dass es in den künftigen Verwaltungsbereichen Ehrenamtskoordinatoren gebe, die sich gezielt um Ehrenamtliche kümmern sollten. Dabei solle von den Fähigkeiten der Menschen ausgegangen werden und nicht nur davon, welche Aufgaben zu verteilen seien.

Einen weiteren Schwerpunkt der Diskussion bildete die Rolle der sonntäglichen Gemeindegottesdienste. Während sich Vertreter des PGR für Wortgottesdienste mit Kommunionausteilung an Sonntagen aussprachen, zeigte sich Weihbischof Puff hier zurückhaltender, wenn auch offen für die dargelegten Argumente.

Die Vertreterinnen und Vertreter des PGR zeigten sich sehr dankbar für die Möglichkeit des Gespräches. Die Teilnehmer hatten den Eindruck, dass ihre Argumente gehört und wertgeschätzt wurden. „Ich danke Ihnen sehr für Ihr Schreiben an Kardinal Woelki“, sagte Weihbischof Puff. Gemeinsam kamen die Teilnehmer des Gesprächs überein, auch in Zukunft miteinander im Gespräch zu bleiben.

Martin Barth

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