Erneuertes Lindenkreuz in Lüftelberg gesegnet

Pfarrer Albrecht Tewes hat an Allerheiligen bei strahlendem Sonnenschein das erneuerte Lindenkreuz in der Petrusstraße gesegnez. Er verband damit den Wunsch, dass es möglichst über eine Generation hinaus die Menschen an Jesus Christus erinnere und als Zeichen des Friedens verstanden werde.

Das Besondere am erneuerten Lindenkreuz:

Sein Querbalken ist leicht in Richtung des Betrachters gebogen, um die weltumfassende Liebe und Barmherzigkeit Gottes anzudeuten, die jeden Menschen mit offenen Armen empfängt. Auf die Idee, mit dem Querbalken eine Umarmung anzudeuten, kam Christoph Jung vom Lüftelberger Kirchenvorstand. Bei einem Besuch in Brasilien vor 20 Jahren erlebte er Rio de Janeiro mit seinen Licht und Schattenseiten - die Vavelas und die Klebstoff schnüffelnden Straßenkinder ebenso wie den Glamour der Copacabana. Und über allem die Christusstatue, die "sanft lächeld fast umarmend, nachsichtig ihre Arme über die Stadt spannte", wie er erzählte.

Als sich herausstellte, dass das alte Lindenkreuz morsch geworden war und ersetzt werden musste, erinnerte sich Jung außerdem an eine Begegnung beim Wegekreuz am Ortseingang von Lüftelberg. Als dieses Kreuz vor zwei Jahren erneuert werden musste, war der Querbalken zunächst etwas zu lang geraten. Nachdem er gekürzt worden war, sprach eine Frau aus dem Dorf Herrn Jung an: "Wie schade, es war ein Kreuz, das endlich einen umarmt." Beides zusammen führte dazu, dass der Lüftelberger Kirchenvorstand bei der Schreinerei Thomas Lehnhoff ein Kreuz mit leicht gebogenem Querbalken in Auftrag gab.

Alte Lüftelberger erzählten anlässlich der Segnung des Lindenkreuzes, dass an dieser Stelle bis 1943 ein Steinkreuz stand, ähnlich dem an der Kreuzung Kottenforststraße/Südstraße. In jenem Jahr sei dem Bauern Schmitz, dessen Hof sich beim Lindenkreuz befand, ein Ochsengespann durchgegangen. Dabei löste sich der Karren und fuhr das Steinkreuz um. Da es im Krieg keine Möglichkeit gab, das Kreuz zu reparieren, stellte Schmitz an dessen Stelle ein Kreuz aus alten Fachwerkbalken auf.

Was aus den Überresten des Steinkreuzes geworden ist, ließ sich bisher nicht klären. Die Vermutung, dass das alte Steinkreuz auf dem Friedhof an der Kottenforststraße, auf der Rückseite des Kriegerehrenmals, das ursprüngliche Lindenkreuz sein könnte, erwies sich als nicht zutreffend. Nach Aussage einer Lüftelbergerin stand dieses Kreuz früher am Fließweg, in der Nähe ihres Elternhauses. Damit ist die Lüftelberger Dorf- und Kirchengeschichte zwar um eine Episode reicher, aber noch lange nicht zu Ende erzählt.

Christoph Holzapfel

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